Pädagogisches Konzept unserer Mittelschule

1.Äußere Strukturen

Unsere Johannes-Kern-Mittelschule versorgt die nördliche Hälfte der Stadt Schwabach mit den anschießenden Vororten Penzendorf und Wolkersdorf sowie den südöstlichen Stadtteil Vogelherd mit einem vollen und zeitgemäßen Mittelschul-Bildungsangebot. Dies erfolgt und gelingt in Kooperation mit den Verbundschulen Karl-Dehm-Mittelschule und der Mittelschule Rednitzhembach. Unser Einzugsbereich versorgt damit auch jene Wohngebiete Schwabachs mit sozial schwächeren Familien.

Dafür hat uns die Stadt Schwabach den 1971 eingeweihten Kernschulbau in den Jahren 2010 bis 2015 weitgehend renoviert und mit einem auf Ganztagsbetrieb ausgerichteten Erweiterungsbau versehen. Gleichzeitig wurden Fachräume ergänzt bzw. neu angelegt. Die Sportanlagen wurden komplett neu angelegt: Die alte Turnhalle wich einem Hartplatz, der gerade fertig gestellt wird, und auf dem ehemaligen Fußballplatz wurde eine moderne Dreifachturnhalle für Schul- und Vereinssport erbaut. Somit verfügt die JKS mittlerweile über eine zeitgemäße und sehr ansprechende Ausstattung, die auch für Ganztagsbetrieb voll geeignet ist. Allein die Zahl der Klassenzimmer ist nicht ausreichend seit Ganztagsklassen mit erhöhtem Raumbedarf in Betrieb sind.

 

2.Innere Strukturen

a.Unterrichtsorganisation und Konzept

Neben einem gebundenen und offenen Ganztags-Zug gibt es durchgängig auch Regelklassen und einen M-Zug. Grundlegender und die Schularbeit charakterisierender Gedanke ist die modulare Förderung, mit dem Blick auf einen dem einzelnen Kind gerecht werdenden, an seinen Kompetenzen, Anlagen und Neigungen orientierten, kontinuierlichen Lernprozess. So wird nicht nur in jahrgangsübergreifenden Lerngruppen Deutsch und Mathematik gelernt, sondern auch im Bereich der vertieften Berufsorientierung in Profil-Klassen wie Techniker-, Soziales- und Wirtschaft-Klassen. Bei hinreichender Lehrerstundenausstattung wird dort Englisch auch als technical English, business-English oder social English gelehrt, Mathematik und möglichst alle anderen Fächer soweit möglich in einer dem homogenen Interessenshintergrund angepasste Lernumgebung.

In zwei Übergangsklassen werden nicht Deutsch sprechende Migranten oder Flüchtlingskinder auf die Regelbeschulung vorbereitet, auch eine Arbeit die unter dem modularen Fördergedanken gesehen werden kann, ebenso wie die einzelnen Fälle von Inklusionsbeschulungen und die zwei Kooperationsklassen, die in Zusammenarbeit mit dem Förderzentrum lernschwache Kinder in die Regelklassen der Mittelschule zurückführen.

 

b.Erweiternde Konzepte

  • Die Jugendsozialarbeit an Schulen ist seit 5 Jahren zunehmend effektiv implementiert, jedoch mit einer halben Stelle deutlich unterversorgt.
  • Daneben leistet die katholische Kirche mit Stunden für das Schulpastoral weitere Schulklima und soziales Lernen fördernde Unterstützung.
  • Im Bereich der offenen und gebundenen Ganztagsschule arbeiten wir mit der GFI Weißenburg zusammen, die uns zahlreiche Betreuungsangebote wie Freizeit, Lernzeit und Pausenbetreuung personell und inhaltlich ausgestaltet.
  • Mitbeteiligung der Schüler in verschiedensten Bereichen des schulischen Miteinanders: Streitschlichtung, Sanitätsdienst, Versorgung durch ein Schulcafe „Kernpunkt“, Pausenhelfer der SMV, Schülerbüchereidienste und Tutorendienste binden Schüler verantwortlich ein.
  • Projektarbeit ist eine Hochform moderner Pädagogik. Sie vermittelt Teamfähigkeit, öffnet Horizonte, stärkt soziale Entwicklung und zahlreiche Schlüsselqualifikationen. Unsere Schule lässt in Projekten lernen, schult Teamfähigkeit, prüft und zertifiziert sie.
  • Schulung zur Selbstwahrnehmung und damit zur Selbstkompetenz sind wichtige Bausteine insbesondere wenn es um Portfolioarbeit geht, die bereits im 5. Jahrgang beginnt und mit einer Portfoliomappe (u.a. zu Bewerbungszwecken) in der 9. Klasse endet.
  • Trittsteine sind vom Kollegium in einem wunderbar schlüssigen und tragfähigen Konzept beschrieben und angelegt worden. Hierbei handelt es sich um in jedem Jahrgang verpflichtend durchzuführende Bausteine sozialen Lernens, verpflichtend einzuübende Unterrichtsmethoden und Lerntechniken.

 

3.Pädagogische Zielsetzungen:

Neben einer am aktuellen Lehrplan orientierten Umsetzung vorgegebenen Lernstoffs, liegt der Mittelschule insbesondere die individuelle Entwicklung des Schülers am Herzen. Neben Intellekt und Emotion sind auch Entwicklungsperspektiven des einzelnen Kindes im Blick: Die Suche nach Begabungsspitzen im Schüler, die Verstärkung derselben aber auch das Erlernen von tragfähigen Strategien für ein Leben mit erkannten und akzeptierten Schwächebereichen soll zu einer klaren Orientierungshilfe auf der Suche nach dem Platz in der Gesellschaft und der Arbeitswelt führen.

Vertiefte Berufsorientierung ist somit ein klarer Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit in der Sekundarstufe, die mit einem Mittelschulabschluss, einem Qualifizierenden Mittelschulabschluss nach besonderer Prüfung, oder einer Mittleren Reife nach einem zehnten Schuljahr und bestandener Prüfung abschließt. Der Übergang in die Berufsschule soll für den Einzelnen optimal vorbereitet sein.

Dennoch ist und bleibt das Ziel einer allgemeinbildenden Schule doch ein ganzheitliches, welches das Erwachsenwerden und Erwachsensein in unserer Gesellschaft möglichst umfassend vorbereitet.